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Der Garten in Winterschlaf


Der Herbst neigt sich dem Ende zu. Wir geniessen noch die letzten warmen Sonnenstrahlen im Garten. Werden die Tage langsam kürzer und die Farben im Garten verblassen allmählich, freuen wir uns an Pflanzen mit sattgrünen Blättern, farbigen Ästen, Moose, Flechten und immergrüne Farnwedel. Dabei sind die Gärten gerade jetzt durch Lichteinfall, Niederschläge und die beschränkte Tageslänge ständigen, wenn auch subtilen Veränderungen ausgesetzt. Frostnächte zaubern in den Morgenstunden filigrane Muster auf die nackten Stängel und die noch an den Zweigen hängenden Früchte, etwa der Rosen, des Schneeballs oder des Efeus. In der tief einfallenden Nachmittagssonne erhalten die Äste von dekorativen Ahorn oder Hartriegel einen magischen Glanz. Sind die Temperaturen mild und die Tage sonnenreich, entfalten Sträucher wie die Winterblüte (Chimonanthus praecox), der Winterschneeball (Viburnum bodnantense) oder die bezaubernde Seidelbast (Daphne mezereum) einen betörenden Duft. Die Spannbreite von Pflanzen mit einem wertvollen Winteraspekt reicht weit: von Zwiebelpflanzen wie Schneeglöckchen, Krokussen, Blausternen und Winterlingen bis zu Stauden und Bäumen. Einer meiner Lieblingssträucher ist der Einheimische Haselnuss (Corylus avellana), die besonders im Winterlichem Garten mit ihrem anmutigen hängenden Kätzchen auffällt. Schneidet man Haselzweige und stellt sie in eine Vase, lassen sich in Kombination zum Beispiel mit den dekorativen verdrehten Ästen des Korkenzieherhasel hübsche Arrangements erzielen. 


Daher freuen Sie sich auf die kommenden Monate im Garten und schauen Sie genau hin, denn der Wintertau bietet manchmal kleine Kunstwerke für das Auge.